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THOUGHTS OF AN INTRONAUT

Anonym asked: naja falls du 'n blonden kerl am kühlschrank willst , gerne :D

ach, da sind schon schlimmere sachen gelandet :D

Anonym asked: das was du machst ist wunderwunderwundschön. keep on. und hätt ich 'n tumblr würd ich follown. aber stattdessen kommst du in meinen feed :>

ooooh, muchas gratias! zeig mir dein zweifellos hübsches Gesicht, damit ich es ausdrucken, und in einem herzförmigen Ramen an meinen Kühlschrank kleben kann :)

KONY 2012 - Eine Farce?

Am heutigen Tag, dem 07.03.2012, wurde ich durch den häufigen Repost eines Videos mit dem Titel “KONY 2012” auf eine selbsternannte NGO mit dem Namen “Invisible Children” aufmerksam, die laut ihren Prämissen Spenden sammelt, um Kindern, die in Uganda als Soldaten und Sexsklaven missbraucht werden zu helfen. Zeitliche Unstimmigkeiten und diverse Foreneinträge, die im weiteren Verlauf dieses Blogeintrags rezitiert werden, haben mich jedoch stutzig gemacht. Aus diesem Grund versuche ich nun den Konflikt, der -um es vorweg zu sagen- weit tiefer geht als zuerst angenommen, und das drumherum aufzubröseln und Licht ins Dunkle zu bringen.

Um welchen Konflikt geht es? Wer oder was ist KONY?

Vor knapp 26 Jahren begann im Norden Ugandas ein Bürgerkrieg der zwischen der Regierung Ugandas und der LRA, der “Lord’s Resistance Army” unter der Führung von Joseph Kony. Kony war bekannt, zahlreiche Kinder für seine Machenschaften zu rekrutieren und benutzte sie ebenso als menschlichen Schutzschild, um sich vor Anschlägen zu schützen. Da bis zu Beginn des neuen Jahrtausends keine erfolgreichen Friedensverhandlungen stattfanden, die besonders die Kinder geschützt hätten, wurde 2003 scheinbar aus diesem Grund die NGO “Invisible Children” gegründet. Ziel war es, Spenden für eben die Kinder zu sammeln, die in dem Bürgerkrieg misshandelt werden.

Was auf dem ersten Blick nach einem richtigen Schritt aussieht, bekommt auf dem zweiten und dritten Blick einen bitteren und erschreckenden Nachgeschmack. Denn das Video “KONY 2012”, welches aktuell alle Social Networks durchfegt ist wenn man es einfach formulieren will Schnee von gestern. Wenn man nämlich bedenkt, dass es seit 2008 einen offiziellen Waffenstillstand zwischen den verfeindeten Parteien gibt und die Zahl der misshandelten Kinder erwiesenermaßen zurückgeht und es dem Land immer besser geht, fragt man sich, weshalb im Jahr 2012 immernoch damit geworben wird. Um das jedoch näher zu durchleuchten und verständlicher zu machen werde ich nun noch weiter in die Materie gehen.

Invisible Children und die UDPF

Um die wahren Motive von Invisible Children zu verstehen muss man sich ihre zweite offizielle Prämisse ansehen:

“That the U.S. military advisers support the Ugandan Army until Kony has been captured and the LRA has been completely disarmed. They need to follow through all the way and finish what they have started.”

Auf Deutsch bedeutet dies sinngemäß, dass das U.S. Militär (unter dem Deckmantel von Invisible Children) die Armee Ugandas so lange unterstützt, bis Kony gefangen und die LRA komplett entwaffnet ist. Was auch hier nach einem “guten” Motiv aussieht, bekommt bei einem zweiten Blick einen faden Beigeschmack. Die UDPF -Ugandas Militär- ist in den Jahren des Bürgerkriegs nämlich genauso dafür bekannt gewesen, Kinder und Frauen zu vergewaltigen und Dörfer auszubeuten, wie die LRA es gemacht hat.

Observer.ug:

[…] UPDF soldiers bring alcohol from Uganda and sell it or give it to young women, including underage girls. Allegations of sexual exploitation of children by UPDF elements were reported by various sources.

Mit anderen Worten: Invisible Children hat sich bewusst auf die Seite des Militärs in Uganda gestellt, allein um Joseph Kony hinter Gittern zu bringen. Dass die UDPF dabei selbst höchst fraglich agierte wurde dabei komplett außer acht gelassen und wirft bei mir weitere Fragen auf. Geht es Invisible Children überhaupt noch um die Kinder? Ging es überhaupt irgendwann um die Kinder?

Militärische Intervention statt Kinderhilfe: fragwürdige Spendenausschüttung

Ein Blick auf die Verteilung der Spenden aus dem Jahr 2011 ist wie ein Faustschlag in die Magengrube. Da Invisible Children eine “non-profit-organization” ist, müssen alle finanziellen Ströme offengelegt werden. Konkret bedeutet dies:

(Quelle)

Interessant ist bei dem Schaubild die letzte Spalte. Ganz unten sieht man die insgesamt gespendete Menge von knapp 9 Millionen USD und darüber wie das Geld verteilt wurde. Erschütternd ist die zweite Zeile: nur knapp 2,8 Mio USD (!!!) wurde an die Regierung in Uganda “gespendet”, der Rest wurde für Reisen (Travel and Transportation: 1,07 Mio USD), Gehälter (Compensation Costs: 1,7 Mio USD), Produktionskosten (Production costs: 0,85 Mio USD) und vieles mehr “verbraucht”. Mehr als fraglich, wieviel von den 2,8 Mio USD wirklich Kindern zugute gekommen sind.

Was ist KONY 2012 also eigentlich? Um einen anderen Blogger zu zitieren: “War is profitable, especially for large arms economies such as the U.S. and the UK.” Das trifft es unter Umständen ziemlich genau. Profit. Afrikanische Länder mit Waffen auszustatten, sie zu militarisieren, ist ein unglaublich profitables Geschäft. Dass hier scheinbar unter dem Deckmantel des Kinderschutzes, um möglichst viele Menschen zum Spenden zu mobilisieren, daraufhin gearbeitet wird ist ein perfides sowie perverses Spiel mit den Menschen in Uganda. Ganz besonders mit den Kindern.

Fazit

Joseph Kony ist ein grausamer Mensch, der geschnappt werden muss. Wer Kinder als Schutzschild benutzt um sein eigenes Leben zu retten verdient es nicht anders. Was jedoch Invisible Children mit ihrer Kampagne KONY 2012 versuchen ist kein Versuch Kinder zu retten und ihr Leben zu verbessern. Wie so oft, geht es leider um Geld. Geld für Waffen, die Uganda, seit 1986 regiert von Yoweri Kaguta Museveni, der für seine menschenrechtsverletzenden Ansichten bekannt ist (so will er alle homosexuellen töten), zu einer stärkeren Militärmacht verhelfen sollen.

(Drei Mitgründer von Invisible Children mit Militärs; Quelle)

Doch was tun? Das zu beantworten ist nicht einfach und deshalb belasse ich jedem einzelnen selbst, was er/sie machen oder nicht machen würde. Doch bevor ich im Facebook einen Beitrag like und teile, würde ich diesen -gerade wenn es um so ein sensibles Thema wie dieses geht- zuallererst hinterfragen und reflektieren. Auf der Welt geschehen unvorstellbare Dinge, dieses ist nur ein Beispiel dafür.

Um nun zu einem Ende zu kommen rezitiere ich den Eintrag eines Bloggers:

[…] Is awareness good? Yes. But these problems are highly complex, not one-dimensional and, frankly, aren’t of the nature that can be solved by postering, film-making and changing your Facebook profile picture, as hard as that is to swallow. Giving your money and public support to Invisible Children so they can spend it on supporting ill-advised violent intervention and movie #12 isn’t helping. Do I have a better answer? No, I don’t, but that doesn’t mean that you should support KONY 2012 just because it’s something. Something isn’t always better than nothing. Sometimes it’s worse.

                                                         D.B.

neverending awesomeness.

sweetest thing ever. EVER. <3

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—Look Right Penny - Errors

ich feier es so hart!

ab dem 10.02. in allen Größen verfügbar. :)

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Anonym asked: Dann muss man wohl leider bis August warten ;) Danke wegen deiner Top 10. Ich kannte alle Bands zwar eh vom Namen und höre auch paar selbst davon (u.a. Heart in Hand, The Black Dahlia Murder, Protest The Hero, Architects, All Shall Perish und Close Your Eyes) aber nun habe ich mich mit Dance Gavin Dance, Confession City and Colour mal genauer beschäftigt und muss sagen, dass es richtig gute Bands bzw. Platten sind. Aber gehört zur Top 10 nicht eigentlich auch Noir irgendwie dazu? ;) cheers

du hastn guten musikgeschmack. aber wieso schreibst du mir anonym? :D noir war halt die erste EP an der ich mitgewirkt hab, und alles, aber so selbstverliebt bin dann nichtmal ich, um das dann direkt als top release von 2011 zu bezeichnen :D das mach ich ja eh alles immer nur im scherz. rafft nur niemand. :(